Du willst einen stärkeren, breiteren Rücken aufbauen? Dann ist Latziehen genau die richtige Übung. Mit diesen 10 Varianten trainierst du deinen Latissimus aus ganz unterschiedlichen Winkeln – lies weiter und finde die Variante, die am besten zu dir passt.
Latziehen gehört zu den effektivsten Übungen für einen kräftigen, gut definierten Rücken. Es wird zwar oft als Alternative zu Klimmzügen gesehen, bietet aber eigene Vorteile: An der Latzugmaschine kannst du das Gewicht genau dosieren und je nach Griff unterschiedliche Bereiche der Rückenmuskulatur gezielt ansprechen.
Ob Einsteiger oder erfahrener Kraftsportler: Wer verschiedene Latziehen-Varianten in seinen Trainingsplan einbaut, schafft die besten Voraussetzungen für sichtbaren Muskelaufbau im Rücken.
In diesem Ratgeber stellen wir dir 10 Varianten vor und zeigen dir jeweils die richtige Ausführung beim Latziehen, welche Muskeln beim Latziehen im Fokus stehen und warum die Übung für einen starken Rücken so wertvoll ist.
1. Latziehen mit breitem Griff (klassische Variante)
Das Latziehen mit breitem Griff ist eine der beliebtesten Varianten und trainiert vor allem den oberen Rücken und den Latissimus. Die Übung ist der Schlüssel zur breiten V-Form, die sich viele Sportler wünschen.
Ausführung
- Greife die Stange etwas breiter als schulterbreit.
- Ziehe die Stange zur Brust und konzentriere dich darauf, die Schulterblätter zusammenzuziehen.
- Halte den Oberkörper stabil und vermeide Schwung.
Warum diese Variante so effektiv ist
Diese Variante eignet sich hervorragend, um den Rücken in die Breite zu entwickeln – eine wichtige Grundlage für einen breiteren Oberkörper. Wenn du eine ausgeprägte V-Form anstrebst, sollte das Latziehen mit breitem Griff ein fester Bestandteil deines Trainings sein.

2. Latziehen mit engem Griff
Beim Latziehen mit engem Griff liegen die Hände näher beieinander. Der Latissimus bleibt der Hauptakteur, während der Bizeps und weitere Muskeln des Oberkörpers die Bewegung unterstützen. Die Variante eignet sich gut, um Rückenkraft aufzubauen und Abwechslung in dein Zugtraining zu bringen.
Ausführung
- Greife die Stange im Obergriff (Handflächen zeigen nach vorne) und deutlich enger als beim klassischen Latziehen.
- Ziehe die Stange zur oberen Brust und führe die Ellbogen dabei nah am Körper nach unten.
- Halte den Oberkörper stabil, lehne dich nicht zu weit zurück und führe die Stange kontrolliert in die Ausgangsposition zurück.
Warum diese Variante funktioniert
Durch den engen Griff bleiben die Ellbogen beim Ziehen näher am Körper. Der Latissimus wird weiterhin gezielt beansprucht, der Bizeps hilft bei der Bewegung mit. Wie bei allen Latziehen-Varianten gilt: Arbeite in einem angenehmen Bewegungsumfang und wähle ein Gewicht, mit dem du die Technik sauber beibehalten kannst.
3. Latziehen im Untergriff
Das Latziehen im Untergriff sorgt für mehr Rückendicke und kräftigt zusätzlich den Bizeps. Da die Handflächen zu dir zeigen, verlagert sich ein Teil der Arbeit auf den unteren Latissimus und den Bizeps – das Ergebnis ist ein voller wirkender Rücken.
Ausführung
- Greife die Stange im Untergriff (Handflächen zeigen zu dir), etwas breiter als schulterbreit.
- Halte den Oberkörper aufrecht und ziehe die Stange nach unten, während du die Ellbogen seitlich an den Körper führst.
- Spanne die Rückenmuskulatur bewusst an und halte die Kontraktion im unteren Punkt kurz.
Warum diese Variante wichtig ist
Latziehen im Untergriff baut nicht nur Rückendicke auf, sondern beansprucht den Bizeps auch stärker als andere Latziehen-Varianten. Damit ist die Übung ideal für alle, die Rücken und Arme gleichermaßen stärken möchten.

4. Einarmiges Latziehen
Einarmiges Latziehen ist eine wirkungsvolle Variante, um muskuläre Dysbalancen auszugleichen und die Kraft jeder Seite einzeln zu verbessern. So stellst du sicher, dass sich beide Rückenhälften gleichmäßig entwickeln.
Ausführung
- Verwende einen Einhandgriff, um die Bewegung besser zu kontrollieren.
- Ziehe bewusst aus der Rückenmuskulatur heraus und halte den Oberkörper stabil.
- Führe die Bewegung langsam und über den vollen Bewegungsumfang aus.
Die Vorteile
Einarmiges Latziehen gleicht Dysbalancen aus und ermöglicht es dir, jede Rückenseite unabhängig zu trainieren. So erreichst du eine symmetrische, ausgewogene Rückenentwicklung.

5. Latziehen mit gestreckten Armen (Straight-Arm-Pulldown)
Das Latziehen mit gestreckten Armen ist hervorragend, um die Rückenbreite zu verbessern und die Schulterstabilität zu fördern. Da die Arme während der gesamten Bewegung gestreckt bleiben, liegt der Fokus stärker auf dem Latissimus, während der Bizeps kaum mitarbeitet.
Ausführung
- Verwende eine gerade Stange oder ein Seil und halte die Arme gestreckt.
- Spanne den Latissimus an und ziehe die Stange nach unten; die Knie bleiben dabei leicht gebeugt.
- Spanne die Rückenmuskulatur am Ende der Bewegung bewusst an.
Warum diese Variante unverzichtbar ist
Straight-Arm-Pulldowns sorgen für eine maximale Aktivierung und Dehnung des Latissimus und sind damit ideal, um die Rückenbreite zu verbessern. Zusätzlich fördern sie die Stabilität und Beweglichkeit der Schultern.
6. Latziehen hinter den Kopf (Nackenziehen)
Beim Latziehen hinter den Kopf vergrößert sich der Bewegungsumfang; im Fokus stehen der obere Latissimus und der Trapezmuskel. Die Variante erfordert allerdings mehr Beweglichkeit in den Schultern und eignet sich daher eher für Fortgeschrittene.
Ausführung
- Greife die Stange breiter als schulterbreit und ziehe sie hinter den Kopf.
- Lehne dich nicht zu weit nach vorne und ziehe bewusst aus dem Latissimus heraus.
- Halte den Kopf oben und die Brust raus, um den Nacken nicht unnötig zu belasten.
Warum diese Variante etwas für Fortgeschrittene ist
Das Latziehen hinter den Kopf kann die Breite des oberen Rückens verbessern und die Beweglichkeit der Schultern fördern. Wenn du Schulterprobleme hast, solltest du jedoch vorsichtig sein, denn die Übung setzt eine gute Mobilität voraus.
7. Latziehen mit neutralem Griff (Hammergriff)
Beim Latziehen mit neutralem Griff zeigen die Handflächen zueinander. Diese Variante ist ideal, wenn du den mittleren Rücken trainieren möchtest, ohne die Schultern zu stark zu belasten. Neben dem Latissimus arbeiten auch Bizeps und Unterarme mit.
Ausführung
- Verwende einen Parallelgriff als Aufsatz.
- Halte die Ellbogen nah am Körper und ziehe den Griff zur Brust.
- Spanne den Latissimus an und arbeite in einem gleichmäßigen, kontrollierten Tempo.
Darum lohnt sich diese Variante
Der neutrale Griff ermöglicht eine natürlichere Bewegung im Schultergelenk. Das schont die Gelenke und sorgt trotzdem für eine starke Aktivierung von Latissimus und Bizeps.
8. Latziehen bis zur Brust (Chest to Bar)
Bei dieser intensiveren Variante führst du die Stange ganz bis zur Brust und presst die Schulterblätter im unteren Punkt fest zusammen. Dadurch muss der Latissimus voll arbeiten und die Übung wird deutlich anspruchsvoller.
Ausführung
- Greife die Stange etwas breiter als schulterbreit.
- Ziehe die Stange bis ganz zur Brust und konzentriere dich auf die Kontraktion im unteren Punkt.
- Halte die Rumpfmuskulatur angespannt und nutze keinen Schwung, um die Bewegung zu beenden.
Warum diese Variante so wirkungsvoll ist
Diese Variante sorgt für eine tiefere Dehnung und eine stärkere Kontraktion des Latissimus – ideal für den Muskelaufbau im Rücken.
9. Latziehen mit V-Griff
Beim Latziehen mit V-Griff nutzt du einen V-förmigen Griff, der einen anderen Zugwinkel ermöglicht. Die Übung trainiert den oberen Latissimus und die hinteren Schultern und setzt so einen neuen Wachstumsreiz.
Ausführung
- Befestige den V-Griff und greife ihn so, dass die Handflächen zueinander zeigen.
- Halte die Brust aufrecht und ziehe den Griff zur oberen Brust.
- Halte die Ellbogen nah am Körper, damit der Latissimus voll arbeitet.
Warum der V-Griff so effektiv ist
Der V-Griff bringt einen neuen Winkel ins Latziehen und trifft den oberen Latissimus sowie die hinteren Schultern besonders effektiv. Zudem werden die Schultern bei dieser Variante weniger belastet.
10. Latziehen am Kabelzug mit Seil
Mit einem Seil als Griff bekommt das Latziehen am Kabelzug einen größeren Bewegungsumfang. So kannst du dich voll darauf konzentrieren, den Latissimus kräftig anzuspannen und die Seilenden auseinanderzuziehen.
Ausführung
- Befestige ein Seil an der Latzugmaschine.
- Ziehe das Seil nach unten und halte die Ellbogen dabei nah am Körper.
- Ziehe die Seilenden im unteren Punkt auseinander, um die Kontraktion im Latissimus zu maximieren.
Was diese Variante besonders macht
Das Latziehen mit Seil ermöglicht einen größeren Bewegungsumfang und eine intensivere Kontraktion. Es ist eine ideale Ergänzung für jedes Rückentraining, vor allem, wenn du deinem Latissimus mehr Definition verleihen möchtest.
Latziehen zu Hause mit dem Speediance Gym Monster 3

Du möchtest die verschiedenen Latziehen-Varianten in dein Training integrieren? Das Speediance Gym Monster 3 kombiniert digitales Krafttraining mit vielseitigen Trainingsmöglichkeiten für zu Hause. Mit dem passenden Latzug-Kit kannst du auch Latziehen in deinen Trainingsplan aufnehmen und deinen Latissimus gezielt trainieren. So lässt sich dein Rückentraining flexibel gestalten und an dein persönliches Trainingsniveau anpassen.
Fazit: Mit Latziehen-Varianten zum starken Rücken
Wer verschiedene Latziehen-Varianten in sein Training einbaut, bringt seine Rückenentwicklung gezielt voran. Ob mehr Breite, mehr Dicke oder eine bessere muskuläre Symmetrie – jede Variante hat ihre eigenen Vorteile. Probiere die Übungen aus, achte auf eine saubere Technik, und du bist auf dem besten Weg zu dem starken, definierten Rücken, den du dir schon immer gewünscht hast.
Das Wichtigste im Überblick
- Breiter Griff: Fokus auf Rückenbreite für die V-Form.
- Mittlerer Griff: Mehr Dicke im mittleren Rücken für eine insgesamt kompaktere Rückenmuskulatur.
- Untergriff: Rücken und Bizeps gleichermaßen für ausgewogene Kraft trainieren.
- Gestreckte Arme: Maximale Dehnung des Latissimus und bessere Schulterbeweglichkeit.
- Einarmig: Dysbalancen ausgleichen und jede Seite einzeln trainieren.
Integriere diese Latziehen-Varianten in dein Training, um das Maximum aus deiner Rückenentwicklung herauszuholen und einen ausgewogenen, starken Körper aufzubauen.
